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Projektleitung

Dr. Ing. Martin Berger
Green City LAB - Österreichisches Institut für nachhaltige Lebensräume

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

Tel: +43(0)1 585 03 90-27
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Demo Smart

Die Studie DemoSmart untersuchte die Zusammenhänge zwischen der sozio-demografischen Entwicklung von Städten und ihrem Weg in Richtung der Umsetzung eines Smart City Konzepts.

Dazu wurden auf Basis eines Datensatzes mit den 78 größten österreichischen Städten (mit Ausnahme Wiens) in einer Korrelationsanalyse Gemeinsamkeiten und Unterschiede österreichischer Städte analysiert und daraus fünf Stadttypen abgeleitet.
Auf Basis von fünf demographischen Stadttypen wurde in einer ExpertInnenbefragung die Eignung verschiedener vorab definierter Smart City Maßnahmenbündel für die jeweiligen Stadttypen erfragt. Dazu wurden zunächst Smart City Maßnahmen gesammelt, systematisiert und zu Maßnahmenbündeln zusammengefasst. Anschließend wurden diese hinsichtlich der Eignung für die fünf Stadttypen mittels ExpertInnenwissen bewertet. Diese Analyse wurde durch ein Literaturstudium ergänzt und argumentativ in Handlungsoptionen für spezifische Städte verdichtet. Die Smart City Maßnahmenbündel beziehen sich auf die Themenbereiche a) Stadtentwicklung, Gebäude und Freiraum, b) Ver- und Entsorgung: Energie, Wasser, Abfall c) Verkehr und Mobilität und d) Informations- und Kommunikationstechnologien.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die meisten Smart City Maßnahmen nicht so stark demographieabhängig sind, dass sie in gewissen Typen von Städten ausgeschlossen werden müssten. Nichtsdestotrotz ist bei der Maßnahmenwahl und insbesondere bei der Feinjustierung von Maßnahmen eine Sensibilität erforderlich. Insbesondere bei einer Implementierung auf Quartiersebene, auf der die soziodemographischen Unterschiede grundsätzlich signifikanter sind als im Vergleich zwischen Städten, ist eine Berücksichtigung der spezifischen Bevölkerungsstruktur und -dynamik anzuraten.

Ergebnis

Für die Entwicklung einer Stadt in Richtung Smart City ist die Auseinandersetzung mit folgenden Themen sinnvoll:

  1. Dynamik des Bevölkerungswandels, da hierdurch der Handlungsdruck bestimmt wird,
  2. Bevölkerungszahl sowie -struktur, da diese relevant sind hinsichtlich einer kritischen Masse von NutzerInnen zur Verbreitung neuer Technologien und zur Auslastung von Infrastrukturen,
  3. langfristiges Investitionsverhalten und kurzfristiges Ver- und Gebrauchsverhalten unterschiedlicher NutzerInnengruppen der Bevölkerung, da Smart City Maßnahmenbündel hierzu spezifische Erfordernisse an die NutzerInnen stellen.

Alle Smart City Maßnahmenbündel wurden grundsätzlich als positiv bewertet, jedoch sind einige für die jeweiligen Stadttypen besser bzw. weniger gut geeignet.
Zusätzlich zur Analyse der Eignung einzelner Maßnahmenbündel für eine gesamte Stadt bedarf es einer Betrachtung der Maßnahmenbündel auf der Stadtteil- bzw. Quartiersebene. Verschiedene räumliche und soziale Strukturtypen in den verschiedenen Stadtteilen bedingen die Empfehlung unterschiedlicher Maßnahmenbündel. Dies bedeutet, dass die vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen zwar als Entscheidungsbasis für die jeweilige Stadt im Gesamten dienen können, jedoch Umsetzung und Auswirkung der Maßnahmenbündel auf kleinräumiger Ebene nochmals genauer betrachtet werden sollten.
Eine Darstellung der Ergebnisse als Prezi Präsentation finden Sie hier.

 

Projektergebnisse

 
smartcities: Begleitmaßnahmen