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Programm Stadt der Zukunft des BMVIT

Seit Ende 2010 engagieren sich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und der Klima- und Energiefonds in gemeinsamer Trägerschaft für die Entwicklung von Strategien, Technologien und Lösungen, welche Städten und ihren BewohnerInnen den Übergang zu einer energieeffizienten und klimaverträglichen Lebens- und Arbeitsweise ermöglichen und sowohl die individuelle Lebens- als auch die wirtschaftliche Standortqualität erhöhen. Während das Programm „Smart Cities Demo“ den Fokus auf die Unterstützung für umfassende städtische Demonstrations- und Umsetzungsprojekte legt, strebt das neue Forschungs- und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft“ aufbauend auf den Ergebnissen aus den Vorläuferprogrammen „Haus der Zukunft“ und „Energie(systeme) der Zukunft“ die Forschung und Entwicklung von neuen Technologien, technologischen (Teil-)Systemen und urbanen Dienstleistungen für die Stadt der Zukunft an.

Im Rahmen der 4. Ausschreibung von „Stadt der Zukunft”, die bis 30. März 2017, 12:00 Uhr, geöffnet sein wird, werden aufbauend auf bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen Forschungs- und Entwicklungsprojekte für sechs spezifische Themenfelder ausgeschrieben:

  • Digitales Planen und Bauen
  • Energieorientierte Stadtplanung
  • Innovationen für die grüne Stadt
  • Technologieentwicklung für die Gebäudeoptimierung und -Modernisierung
  • Demonstrationsgebäude und -siedlungen
  • Energiesysteme und Infrastrukturen für die Wärmewende in der Stadt

Weiters werden vier F&E Dienstleistungen ausgeschrieben:

  • Möglichkeiten der Realisierung von vorkommerziellen Beschaffungen bzw. Pre-Commercial Procurement (Pcp) für intelligente Energielösungen für Gebäude und für Smart Cities
  • Energie- und Ressourceneinsparung durch Urban Mining-Ansätze
  • Abschätzung der Energetischen Auswirkungen von Urban Manufacturing-Konzepten auf das städtische Umfeld
  • Kosten- und Prozessoptimierung im Lebenszyklus von Niedrigst- und Plusenergiegebäuden

NEU angeboten wird die Projektart "Innovationslabor". Dieses zielt darauf ab, u.a. die Praxiswirksamkeit von Forschung zu erhöhen und wird zu zwei Themen angeboten:

  • Innovationen für die Grüne Stadt > weitgehend lückenlose Begrünung eines Stadtteils
  • PV-Eigenverbrauchsoptimierung > Entwicklung innovativer Energie-Management Services zur Eigenverbrauchsoptimierung von PV-Strom auf Mehrfamilienhaus- und Gemeindeebene (als Teil von ERA-Net Smart Grids Plus)

Die Ausschreibung richtet sich an alle Akteure, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsfragen in Zusammenhang mit dem Thema Smart Cities befassen. 

Abgrenzung der Programme „Smart Cities Demo“ und „Stadt der Zukunft“

Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Programm „Smart Cities Demo” des Klima- und Energiefonds und dem Forschungs- und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft” des bmvit.

 Stadt der ZukunftSmart Cities Demo
1. Gemeinsamkeit Die Smart Cities-Frage ist komplex und benötigt verschiedene Inputs aus der Forschungscommunity. Die zwei zentralen Standbeine sind die Programme „Smart Cities Demo“ des Klimafonds und „Stadt der Zukunft“ des BMVIT. Ziel ist es, durch eine koordinierte und synchronisierte Steuerung beider Ausschreibungen einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung von Smart Cities zu leisten.
2. Unterschied
Systemanspruch
Fokussierung auf Technologien oder technologische Teilsysteme sowie der Entwicklung von Planungs- und Prozessentwicklungsbeiträgen als Input für Smart Cities-Entwicklungen. Fokussierung auf umfassende Stadtkonzepte, Strategien und Demonstrationsvorhaben; keine Teilsysteme und Einzeltechnologien.
3. Unterschied
Primäre Zielgruppe
Technologieakteure und Forschungsinstitutionen. Fallweise Kooperationen mit Kommunen möglich. Städte und Akteure im Zusammenhang mit Demonstrationsprojekten. Weitere Kooperationen möglich.
4. Thematischer Unterschied Klare thematische Fokussierung auf:
  • Systemdesign und urbane Services
  • Gebaute Infrastruktur
  • Technologien für urbane Energiesysteme
Bei den Demonstrationsvorhaben stehen Energie- und Mobilitätsaspekte im Vordergrund, keine Fokussierung auf Einzeltechnologien.
 
smartcities: Förderung