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Effizienter Güterverkehr in Ballungszentren

Der Güterverkehr in Ballungszentren ist ein komplexes Netzwerk aus teilweise eigenständigen Sub-Systemen und Komponenten. Nachhaltige Maßnahmen müssen sowohl insgesamt als auch in den einzelnen Aktionsbereichen identifiziert, entwickelt und umgesetzt werden. Bestehende und neue Instrumente sollen künftig Schritt für Schritt dazu beitragen, Logistik und Güterverkehr in Ballungszentren smarter und effizienter zu gestalten.

Smarte urbane Mobilität

In den Jahresprogrammen 2012 bis 2014 des Klima- und Energiefonds wurden vorbereitende Arbeiten für eine neue Programmlinie „Smart Urban Logistics“ bzw. „Effizienter Güterverkehr in Ballungszentren“ in Auftrag gegeben.

Das ständige Wachstum unserer Städte bei gleichzeitiger Verknappung von Ressourcen macht ein Umdenken in der Stadtplanung mittelfristig unumgänglich. Einer der Kernbereiche einer „Smart City“ ist ihr Umgang mit Mobilität und Verkehr und hier speziell mit dem Güterverkehr. In diesem Bereich sind neue, intelligente Strukturen notwendig, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und dabei als Stadt Wirtschaftlichkeit zu garantieren. Im Rahmen einer Plattform für „Smart Urban Logistics“ wurden daher Aktivitäten zur Förderung und Entwicklung eines effizienten Güterverkehrs in Ballungszentren initiiert und unterstützt. Die Plattform nimmt Koordinations- und Steuerungsaufgaben wahr. Ebenso wurde die Vernetzung mit anderen laufenden oder geplanten Programmen, Initiativen und Aktivitäten sicher gestellt. In der ersten Phase wurde die Plattform seitens des Klima- und Energiefonds, des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH koordiniert.

Zielsetzungen der Initiative „Smart Urban Logistics“

Zur Erreichung der im „Weißbuch Verkehr“ definierten Zielsetzung – der Emissionsreduktion bis 2050 um 60 Prozent – werden in Österreich alle Aktivitäten zu der Vision „Zero Emission Austria“ zusammengefasst.
Die Logistik- und Güterverkehrsbranche ist aktiv beteiligt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung. Durch die zunehmende Urbanisierung und den daraus resultierenden Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft wird die Notwendigkeit einer Neugestaltung der urbanen Lebensräume sichtbar. In diesem Zusammenhang werden speziell im urbanen Raum innovative und nachhaltige Logistikkonzepte und -systeme erforderlich sein.
Erster Schritt war daher die Gestaltung eines strategischen Gesamtkonzepts, in dem Rahmenbedingungen, Grundlagen und Anforderungen in Bezug auf den städtischen Güterverkehr dargestellt werden. Wesentliche Zielsetzung war dabei eine Systemabgrenzung innerhalb dieses umfassenden Themas und die Schaffung eines einheitlichen Systemrahmens. Dieser soll künftig als Diskussionsgrundlage und Handlungsleitfaden für die inhaltliche Weiterentwicklung sowie für die Ableitung konkreter Themenstellungen und Schwerpunkte dienen.

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„Die im EU-Weissbuch formulierte Zielsetzung bis 2030 ist die Erreichung einer im wesentlichen CO2-freien Stadtlogistik in größeren, städtischen Zentren. Bis 2050 ist der vollständige Verzicht auf Fahrzeuge mit konventionellem Kraftstoff im Stadtverkehr vorgesehen. Die Logistik- und Güterverkehrsbranche ist hier besonders gefordert. Durch die zunehmende Urbanisierung und den daraus resultierenden Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft wird die Notwendigkeit der Neugestaltung der urbanen Lebensräume sichtbar. In diesem Zusammenhang werden speziell im urbanen Raum innovative und nachhaltige Logistikkonzepte und -systeme erforderlich sein.
Im Rahmen unserer Initiative „Smart Urban Logistics“ stellen wir die Frage, wie effizienter Güterverkehr in Ballungszentren künftig organisiert und umgesetzt werden kann. Wir vertrauen bei den Lösungsansätzen auf innovative und intelligente Strukturen, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und dabei die Stadtregion als Wirtschaftsraum zu stärken.“

DIin Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds

 
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