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Projektleitung

DIin Dr.in Ulrike Seebacher

FH JOANNEUM Gesellschaft mbH

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

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Smart Food Grid Graz

Lokal einkaufen ist bei verantwortungsbewussten KonsumentInnen längst selbstverständlich, lassen sich so doch – vergleichsweise einfach – große Mengen Treibhausgas-Emissionen einsparen. In Smart City-Projekten wurde dieser Aspekt bislang allerdings kaum thematisiert. Das Sondierungsprojekt „Smart Food Grid Graz“ will das nun ändern und Lösungsansätze entwickeln, wie zumindest 30 Prozent der Lebensmittelnachfrage der steirischen Landeshauptstadt aus regionaler Produktion gespeist werden könnten. Unter Einbindung der relevanten Stakeholder und Akteure wird im Projekt ein konkreter Fahrplan erstellt, wie der Grazer Ballungsraum bis zum Jahr 2030 zu einem zukunftsweisenden Smart Food Grid entwickelt werden kann. Die Smart City Graz wird damit zur Smart Urban Region weitergedacht.

Ausgangssituation

In mit Graz vergleichbaren Städten liegt die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln aktuell zwischen 10 und 20 Prozent. Eine Verdoppelung des Mittelwerts auf rund 30 Prozent erscheint vor diesem Hintergrund machbar. Dahingehend gibt es aktuell auch bereits vereinzelt privatwirtschaftliche Initiativen, denen es aber vielfach an der vernetzten Herangehensweise zwischen Zivilgesellschaft, (vorwiegend) kleinstrukturierter Landwirtschaft, öffentlichen Einrichtungen und „Ermöglichern“ (Förderungen, …) mangelt. Folge davon ist einerseits ein Voranschreiten des Bauernsterbens, andererseits aber auch Frustration bei städtischen KäuferInnen, die kaum praktikablen und zeitlich zumutbaren Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln aus regionaler Fertigung finden.

Ziele & Ergebnisse

Projektziel ist die Entwicklung eines Smart Food Grids für den Grazer Ballungsraum. Die nachhaltige Versorgung mit frischen, regionalen und nachhaltig hergestellten Lebensmitteln direkt von den vielfältigen Höfen und ländlichen Verarbeitungsbetrieben ermöglicht ein kurzkettiges und ausfallsicheres Versorgungsnetz. Konsequenz davon sind aber auch eine nachhaltige Wertschaffung sowie Beschäftigung und Wertschöpfung am Land. Davon würden nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch die regionale Wirtschaft entscheidend profitieren. Am Ende des Sondierungsprojekts soll ein konkreter Umsetzungsplan zur Erreichung folgender Zielvorgaben stehen: Spätestens bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent der gesamten Lebensmittelversorgung der Stadt aus einem Umkreis von 30 Kilometer um Graz kommen. Zudem sollen 30 Prozent der gekauften Frischeprodukte biozertifiziert sein. Außerdem gilt es den Handlungsbedarf im Sinne von F&E zur Verwirklichung eines urbanen Smart Food Grid zu formulieren. Gewünscht ist daher, dass diese Empfehlungen alle Handlungsfelder des Lebensmittelsystems umfassen („form ark to fork“) und somit eine mehr als 30-prozentige Reduktion der Treibhausgase im Bereich Ernährung möglich machen.

Innovation

In Smart City-Projekten wird die Versorgung mit Lebensmitteln bisher kaum thematisiert. Grundgedanke des Sondierungsprojekts „Smart Food Grid Graz“ ist es daher, die Systemgrenzen einer Smart City weiterzudenken: Aufbauend auf bestehenden Konzepten und Projekten wird nach der Methode eines erprobten Stakeholder-Ansatzes eine Roadmap für die nachhaltige Versorgung der Smart City Graz mit Nahrung erstellt.

Projektdaten - Sondierungsprojekt im 8. Call aus dem Jahr 2016
Projektstart: 01.02.2017
Projektende: 31.01.2018
Genehmigte Förderung: € 179.338,--
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 234.660,--
Konsortium
FH JOANNEUM Gesellschaft mbH (Konsortialführung)
17&4 Organisationsberatung GmbH
Ressourcen Management Agentur, Initiative zur Erforschung einer umweltverträglichen nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung (RMA)
Fairnetzt e.U.

Projektergebnisse

 
smartcities: Stadt-Projekte