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Projektleitung

Dr. Wolfgang Hafner

Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt - Abteilung Umweltschutz

Tel: +43(0)463/537-4886

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

Tel: +43(0)1 585 03 90-27
Mobil: +43(0)664 886 24 428

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Smart Living in Klagenfurt Harbach

In Klagenfurt Harbach soll in den kommenden Jahren ein neuer, attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für rund 3.000 BewohnerInnen nach den Kriterien einer Smart City mit möglichst hoher Lebensqualität geschaffen werden. Die Errichtung der 950 wohnbaugeförderten Wohneinheiten wird in zwölf Bauabschnitten erfolgen. Im Rahmen des Sondierungsprojekts „Smart Living in Klagenfurt Harbach“ (kurz: SLiKH) wird neben den technologischen Aspekten für die Gebäude, den Smart-Home-Applikationen und dem nachhaltigen Mobilitätskonzept auch großes Augenmerk auf die Grün- und Freiraumgestaltung (auch Dach- und Fassadenbegrünung zum Schutz gegen die zunehmende Klimaerwärmung), die soziale Durchmischung (attraktiver und leistbarer Wohn- und Lebensraum für alle, gesellschaftliche Akzeptanz) und die Schaffung von sozialen Angeboten gelegt.

 Ausgangssituation

Die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt will ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 90 Prozent reduzieren und sich zu einer Smart City entwickeln. Dieses Ziel soll durch die Umsetzung eines breiten Maßnahmenbündels erreicht werden, unter anderem auch durch die Realisierung des Siedlungsgebiets Klagenfurt Harbach und des Sondierungsprojekts „Smart Living in Klagenfurt Harbach“. Die Bebauung erfolgt schrittweise in jährlichen Abständen, bei jeder Baustufe können damit die bei früheren Abschnitten gesammelten Erfahrungen berücksichtigt werden. Die Diakonie (als Eigentümer des Klosters Harbach und ehemaliger Grundstückseigentümer der zu bebauenden Flächen) agiert vor Ort als Quartiermanager, um das Funktionieren der sozialen Einrichtungen und das Zusammenleben in diesem neuen Stadtteil zu gewährleisten. Außerdem werden die zukünftigen BewohnerInnen im Rahmen eines sozial innovativen Ansatzes zur Entwicklungsbeteiligung und Erfolgsabsicherung frühzeitig in das Projekt eingebunden. Das Energieversorgungskonzept wird vom Smart City Projekt „Smarte Abwärmenutzung in Klagenfurt“ (kurz SAKS Klagenfurt) übernommen. Das ebenfalls vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekt macht die Abwärmepotenziale von Industrie- und Gewerbebetrieben sowie Heizkraftwerken in der Region durch Speicherung für die Wintermonate zum Heizen und in den Sommermonaten (durch Antrieb von Sorptions-Kälteanlagen) zur Kühlung nutzbar.

Ziele & Ergebnisse

Hauptziel des Projekts ist die Erstellung einer Smart Cities-Machbarkeitsstudie zur Vorbereitung von Demo- und Umsetzungsprojekten für die einzelnen Baustufen. Die Machbarkeitsstudie beinhaltet einerseits Leitfäden für smarte Siedlungsgebiete als Vorgabe für die DetailplanerInnen in den Bereichen Mobilität, soziale Durchmischung, Dach- und Fassadenbegrünung, Grün- und Freiraumgestaltung, Gebäudetechnik und IKT sowie Smart-Home-Applikationen. Andererseits sollen sich daraus auch Empfehlungen für Wohnbauförderung und Gesetzgeber ableiten lassen, um gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, Hindernisse bei der Umsetzung frühzeitig aus dem Weg räumen oder zusätzliche Anreize liefern zu können. Die Ergebnisse finden in weiterer Folge auch bei Planungsprozessen in anderen kommunalen Siedlungsgebieten Berücksichtigung. Die FH Kärnten stellt als wissenschaftlicher Partner sicher, dass die von den Projektpartnern erarbeiteten technischen Maßnahmen auch gesellschaftlich akzeptiert werden.

Innovation

Die meisten Smart Cities-Projekte konzentrieren sich auf die Bereiche Energie, Mobilität sowie Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Projekt „Smart Living in Klagenfurt Harbach“ betrachtet eine Smart City nun unter dem sozialen Gesichtspunkt, wobei die technischen Möglichkeiten einer Smart City auf ihre soziale Akzeptanz hin überprüft werden. Die zukünftigen BewohnerInnen, die Steuerungsgruppe Harbach und die politischen Gremien sind eingebunden und werden laufend informiert. Dadurch ergibt sich eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Umsetzung eines Demonstrationsprojektes. Im Bereich der Smart Home Technologien und Applikationen liegt der Fokus auf dem Kosten-Nutzen-Verhältnis und der sozialen Akzeptanz.

Weitere Informationen unter: http://www.klagenfurt.at/leben-in-klagenfurt/umwelt-natur/laufende-projekte/slikh.html

Projektdaten - Sondierungsprojekt im 8. Call aus dem Jahr 2016
Projektstart: 01.02.2017
Projektende: 31.01.2018
Genehmigte Förderung: € 198.160,--
Genehmigte Projektgesamtkosten: € 255.527,--
Konsortium
Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt – Abteilung Umweltschutz (Konsortialführung)
Forschungsgesellschaft Mobilität – Austrian Mobility Research FGM – Amor gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.
Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung
Symvaro GmbH
Diakonie de La Tour gemeinnützige Betriebsgesellschaft m.b.H.
GM-Plan Technisches Büro GmbH

Projektergebnisse

 
smartcities: Stadt-Projekte