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Projektleitung

DI (FH) Christian Eugster
Vorarlberger Elektromobil Planungs- und Beratungs GmbH (VEA)

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Programm-Management Klima- und Energiefonds

Mag.a Daniela Kain

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Rheintal-Bregenz in den Medien 2012

SmartCityRheintal

Das Projekt SmartCityRheintal peilt durch Einsatz von technologischen und gesellschaftlichen Innovationen ein Zero-Emission Ziel für 4 regionaltypische Siedlungsentwicklungsprojekte an, die durch ein Smart Grid und ein Mobility-on-Demand-System verbunden sind. Regionale Energieversorger kooperieren dabei mit Bauträgern, Standortgemeinden, KIT ExpertInnen und Forschungsinstitutionen. Basis ist die Vision für eine CO2-neutrale Energieautonomie bis 2050, samt Roadmap und Maßnahmenplanung.

Elements for the Emission and Energy Related Spatial Development of the Polycentric Structured Rhine-Valley

Das Vorarlberger Rheintal mit seinen 29 Gemeinden ist durch eine polyzentrische Struktur charakterisiert. Es stellt einen der am dynamischsten wachsenden Wirtschaftsräume in Mitteleuropa dar. Aufgrund des hohen Lebensstandards wohnen etwa 65% der Vorarlberger Bevölkerung in dieser Region, womit der Vorarlberger Ressourcenverbrauch wesentlich durch die Aktivitäten im Rheintal bestimmt wird. Im Jahr 2009 hat der Vorarlberger Landtag einstimmig die Vision einer CO2-freien Energieautonomie bis 2050 samt einem quantifizierten Pfad als energiepolitische Strategie beschlossen. Als Fortsetzung des landesweiten Beteiligungsprozesses wurde in fachübergreifenden Arbeitsgruppen ein Aktionsplan bis 2020 ausgearbeitet, der Ende 2011 wiederum einstimmig vom Landtag angenommen wurde. Neben Querschnittsthemen konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Aspekte Raumplanung, Industrie und Gewerbe, Gebäude, Mobilität und Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern.

Ziele, Methoden und erwartete Erkenntnisse

Mit Fokus auf diese Beschlüsse sollen nun im Projekt SmartCityRheintal entlang der Bahnachse im Rheintal 4 emissionsfreie Stadt- bzw. Ortsteile in Bregenz, Hard und Feldkirch realisiert werden. Dabei werden Energie- und Mobilitätsmaßnahmen über technologische und gesellschaftliche Innovationen integrativ miteinander verknüpft.
In Bregenz wird ein zentraler Bereich samt Hauptbahnhof als neuer Stadtteil mit vielschichtigen Funktionalitäten vollkommen neu errichtet. Dabei wird ein neu entwickeltes mehrstöckiges Holzhaus – der Life Cycle Tower – in einem Passivhausstadtteil errichtet. In Hard wird ein vormaliges Industriegebiet revitalisiert. Die Stadt Feldkirch baut am Eingang zur historischen Altstadt ein hocheffizientes, emissionsfreies Kongresszentrum, mit dem ein Green Meeting Konzept umgesetzt wird. Damit entsteht ein autofreier Zugang zur Altstadt, was durch den Einsatz von Beteiligungsprozessen auf breite Akzeptanz stößt.

Das integrative Gesamtkonzept

Zur Berücksichtigung unterschiedlicher gesellschaftlicher und technischer Bedürfnisausprägungen werden Beteiligungsprozesse und interdisziplinäre Planungsprozesse eingesetzt. Die entstehenden innovativen urbanen Bauprojekte mit Mischnutzungen zeichnen sich durch eine energie- und ressourceneffiziente Bauweise und an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasste CO2-neutrale Energieversorgungssysteme aus. Zur Versorgung mit Kälte und Wärme ist in den neu entstehenden Arealen die Nutzung von See- bzw. Grundwasser sowie lokal verfügbarer Biomasse beabsichtigt.
Mit Blick auf das Gesamtsystem wird ein Mobility on Demand System mit Social Media Plattformen kombiniert, die das Verhalten der QuartiersnutzerInnen in Richtung alternativer CO2-neutraler Mobilitätsformen wie ÖPNV, Radverkehr oder E-Mobilität unterstützen sollen.
Ein Energiemanagementsystem steuert potenziell mögliche Lastverschiebungen zwischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten (Gebäude, Elektromobilität), wodurch die wesentlichen Elemente eines Smart Grids entstehen, dessen Funktionalität innerhalb des Projektperimeters im Hinblick auf ein optimiertes Lastmanagement untersucht wird.
Neben diesen technologischen Lösungen wird durch Kooperation der Bauträger mit einem lokalen Energieversorger erstmalig ein neues Geschäftsmodell eingeführt und auf seine Akzeptanz geprüft werden. Damit sollen die Versorgung ganzer Stadtteile mit CO2-freien Energieträgern begünstigt und eine dauerhafte Aktivierung der NutzerInnen für den Klimaschutz erreicht werden.

Projektdaten - Umsetzungsprojekt im 2. Call aus dem Jahr 2011
Projektstart: 01.07.2012
Projektende: 15.12.2015
Genehmigte Förderung: € 1.488.466,--
Projektgesamtkosten: € 55.209.933,--

 

Konsortium
Vorarlberger Kraftwerke Aktiengesellschaft (Konsortialführer)
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
i+R Gruppe GmbH
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Rhomberg Bau GmbH
PRISMA Zentrum für Standort- und  Regionalentwicklung GmbH
Stadt Feldkirch
Bosch Software Innovations

Projektergebnisse

 
smartcities: Stadt-Projekte